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Beitrag von Sven Schwager offline am Mo, 16.01.2023
Freizeit und Kultur
   

Fußball ist die mit Abstand beliebteste Sportart in Deutschland. Das gilt nicht nur für Bundesliga, 2. Liga und Co., sondern auch für den Amateurfußball in den tausenden Clubs der ganzen Bundesrepublik. Der Deutsche Fußball Bund gilt mit über 7 Millionen Mitgliedern als der größte Sportfachverband der Welt. Zum DFB gehören neben dem Ligaverband für die Profiligen auch die fünf Landesverbände, welche den Spielbetrieb im Amateurbereich ausrichten. Denn im Gegensatz zum geschlossenen Franchise-System in den USA, gibt es im deutschen Liga-System die Möglichkeit, aus der 6. in die 1. Liga aufzusteigen. Wir stellen das Fußball-Ligasystem in Deutschland genauer vor.

Der Profifußball und das Premium-Produkt Bundesliga

Die Deutsche Fußball-Bundesliga ist neben der Nationalmannschaft das Aushängeschild des deutschen Fußballs. Seit 1963 treten 18 Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse gegeneinander an, um an 34 Spieltagen den deutschen Meister auszuspielen. Die Bundesliga gehört neben der Premier League, LaLiga und Serie A zu den vier großen europäischen Ligen. Rekordmeister ist der FC Bayern München mit 31 Titeln. Und auch wenn die Quoten bei den Buchmachern und Experten den FCB in dieser Saison wieder ganz vorne sehen, hat die Bundesliga auch noch andere spannende Duelle zu bieten. Denn die ersten Plätze berechtigen zur Teilnahme an der Champions League und weiteren europäischen Wettbewerben. Zudem steigen die zwei bzw. drei letzten Teams in die 2. Bundesliga ab, während im Gegenzug 2 bzw. 3 Teams aus der 2. Liga aufsteigen. Die 1. und 2. Bundesliga werden von der DFL gegenüber dem DFB vertreten. Während es bis 2008 nur zwei professionelle Ligen in Deutschland gab, wurde damals die 3. Liga zwischen dem Profifußball und der Amateur-Regionalliga.

Fünfgleisige Regionalliga als höchste Amateur-Klasse

Bis 1974 war die Regionalliga die offiziell zweithöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Mit der Einführung der 2. Liga wurde sie zur dritthöchsten Spielklasse und seit der erneuten Reform des Liga-Systems 2008 samt neuer 3. Liga, stellen die Regionalligen nun die vierthöchste Spielklasse sowie gleichzeitig die höchste Amateurklasse. Die Regionalliga ist in die fünf Regionalverbände Bayern, Nord, Nordost, Südwest und West gegliedert. Diese fünf Regionalligen spielen im Meisterschafts-System die drei Aufstiegsplätze zur 3. Liga aus. Pro Liga gehen zwischen 16 und 18 Teams an den Start. Nachdem die Meister in den jeweiligen Ligen ermittelt sind, spielen diese in einem Playoff-Turnier um den Aufstieg.

Die Regionalverbände organisieren ab Liga 5

Während es bis zur vierthöchsten Spielklasse, der Regionalliga, einheitliche, von DFL und DFB, festgelegte Spielklassen gibt, unterliegt die konkrete Ausgestaltung ab der fünften Liga den jeweiligen Regionalverbänden. Allerdings stellen die 21 Landesverbänden keine 21 Ober- bzw. Verbandsligen. Stattdessen haben sich einige Landesverbände zusammengetan und stellen eine gemeinsame Liga. Derzeit gibt es 12 Oberliga-Staffeln sowie zwei Verbandsliga-Staffeln, welche die Aufstiegsplätze für die fünf Regionalligen ausspielen. Auch in der sechsthöchsten Spielklasse obliegt die Organisation den jeweiligen Landesverbänden. In der Regel werden diese Spielklassen als Verbands- oder Landesliga bezeichnet. In Nordrhein-Westfalen heißt die Verbandsliga Westfalen beispielsweise nur noch Westfalenliga.

Amateurfußball auf Bezirks- und Kreisebene

Unterhalb der sechsten Spielklasse wird der Fußball von den Landesverbänden auf Bezirks- und Kreisebene organisiert. Die Verbandsgebiete decken sich hier häufig mit den Stadt- und Kreisgrenzen. Die unterste Spielklasse wird in der Regel als Kreisklasse oder Kreisliga bezeichnet. Je nachdem wie viele Mannschaften sich zum Spielbetrieb anmelden, gibt es in einigen Verbänden auch A-, B- oder C-Kreisliga. In diesen Ligen steht für die meisten Teilnehmer traditionell der Spaß im Vordergrund.

Sonderfall DFB-Pokal

Während der Weg aus den Tiefen des Amateurfußballs in das deutsche Oberhaus für die meisten Teams ein utopisches Ziel bleibt, haben Mannschaften wie 1899 Hoffenheim oder RB Leipzig in der jüngeren Vergangenheit bewiesen, dass der Durchmarsch möglich ist. Allerdings ist dieser mit einer Menge finanzieller Unterstützung verbunden. Dafür, dass trotzdem in aller Regelmäßigkeit Amateurclubs die Chance bekommen, sich gegen Bundesligisten zu beweisen, sorgt der DFB-Pokal. Hier haben theoretisch alle deutschen Mannschaften die Chance, bis ins Finale in Berlin einzuziehen. Über die Bezirks- und Landespokale können sich die Amateurclubs für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren. Und da der Pokal laut Tagesspiegel bekanntlich seine eigenen Gesetze hat, sind Überraschungen und Außenseitersiege keine Seltenheit in diesem Wettbewerb. Denn im Format des KO-Systems kann es jeden treffen.

Der deutsche Fußball ist weit mehr als nur Bundesliga und Nationalmannschaft. Vor allem die abertausenden Amateure und ehrenamtliche Helfer sind das Rückgrat des deutschen Vereinsfußballs.

 

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