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Beitrag von Sven Schwager offline am Sa, 21.02.2015
   
Die Entwicklung des deutschen Fußballs

Die Entwicklung des deutschen Fußballs

Rückwirkend betrachtet, hat sich einiges im deutschen Profi-Fußball verändert. Dabei musste nicht nur die damalige Trendfrisur Nr. 1 - der Vokuhila - weichen, sondern auch die ein oder andere Philosophie oder Taktik. Ein erstaunlicher Progress, der mit dem Gewinn des begehrten WM-Titels im Jahre 2014 seinen - vorerst - krönenden Abschluss gefunden hat.

Von der Pike auf wurde in den 60er Jahren das Fußballspielen nicht in einem Profiverein, sondern eher auf einem Bolzplatz oder beim Amateurverein aus der Nachbarschaft erlernt. Nicht selten kam daher ein junger Lothar Matthäus mit aufgeschürften Knien nach Hause, da auch die damaligen Fußballplätze eher mit Schutt und Asche, anstelle von Rasen und Markierungen geebnet waren. Entsprechend wütend und schimpfend wurde bei einem Foul reagiert. Glücklicherweise zeichnete sich der sog. „Bolzplatzfußball“ unter anderem dadurch aus, dass mehrere Generationen, gerecht verteilt in den beiden sich gegenüberstehenden Mannschaften, aufeinandertrafen. Dies kam der aufgeheizten Situation sehr entgegen - die erfahreneren und ruhigeren Spieler beruhigten in der Regel das Gemüt. Die Gelassenheit, aber auch der Respekt vor seinem Gegner wurde somit von Generation zu Generation übertragen. Mit der Folge, dass bereits damals der Fußballer eine „Charakterschulung“ der besonderen Art erhielt und umgangssprachlich gelegentlich von einer „Type“ die Rede war. Es schien, als wurde an jedem Fußballer individuell gefeilt und geschliffen, Charaktere natürlich gebildet und bis zum Karriereende die Leidenschaft gelebt.

Nach dem Weltmeistertitel der Deutschen Mannschaft aus dem Jahre 1990 trat neben dem beinahe bilderbuchhaft klingenden Werdegang der Weltmeister die immer näher rückende Kommerzialisierung. Man wollte es nicht auf diesen Titel beruhen lassen, sondern die nächste Ebene des Machbaren erreichen. So wurden die professionellen Vereine gebeten, in die Jugend zu investieren. Dies war unter anderem ein Aspekt der Kehrwende des deutschen Fußballs, der 2014 mit dem Weltmeisterschafts-Titel belohnt wurde. Der Weg des professionellen Fußballers begann daher regelmäßig nicht mehr auf dem Bolzplatz, sondern direkt in einem Fußballinternat. Der Ausbildungsberuf des „Profifußballers“ wurde somit immer populärer. Im Vergleich zur damaligen Zeit kann man heutzutage fast von einer Produktion des Fußballers reden.

Bereits in jungen Jahren wurden Laufwege studiert, Taktiken auswendig gelernt und Ballgefühl - als täglicher Pflichtkurs - geübt. Mit dieser Entwicklung ging einher, dass immer weniger von „Glück“ und „Zufall“ die Rede war,  wenn jemand gefragt wurde, wie er zum Fußballprofi geworden ist. Vielmehr wurden die Wege eines jeden jungen Talents bereits in der Jugend prognostiziert und gepflastert. Das geschilderte „Typenbild“ trat hinsichtlich der „Perfektionierung“ der Fußballer in den Hintergrund. Mit der Folge, dass es heutzutage immer mehr „glatte“ Vereine in der Bundesliga gibt, deren Makel es zu sein scheint, keinen Führungsspieler zu haben, der gelegentlich mal seiner Wut Luft macht und seine Mitspieler antreibt.

Doch nicht zu verkennen ist, dass der heutige Fußball insbesondere durch die intensive Schulung wesentlich schneller, raffinierter und systematischer geworden ist. Keine Frage, eine Entwicklung, die in Anbetracht der internationalen Konkurrenz dringend vonnöten war. Dabei ging einher, dass der Fußball nicht nur die bereits vorhandenen Fans begeisterte, sondern neue Zielgruppen erschloss. Dies war der Anlass für viele Unternehmen aufgrund der ständig steigenden Popularität und Professionalität des deutschen - aber auch internationalen Fußballs - in Fußballvereine zu investieren, um unter anderem den eigenen Bekanntheitsstatus zu erhöhen. So nutzen z.B. eine Vielzahl an Wettanbieter Profivereine als Bühne für Ihre Sportwetten.

Letztendlich darf jedoch festgestellt werden, dass der heutige Fußball im Vergleich zu den Jahren 1990 und 2014 seinen ganz besonderen Charme beibehalten hat. Er euphorisiert, vereint unterschiedliche Nationen und wird von Generation zu Generation übertragen - wenn auch auf einem anderen Wege als damals. Dies sollte in Anbetracht der ganzen Systematik stets im Vordergrund stehen, so schön die Laufwege oder Passstafetten auch sein mögen

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